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Die Heilige Schrift
Hebräisch-deutsch, nach einer vollständig neu bearbeiteten Übersetzung von Leopold Zunz.
Vier Bände in Kassette:
Erster Band: Die Tora
Zweiter Band: Die ersten Propheten
Dritter Band: Die letzten Propheten
Vierter Band: Die Hagiographen/Zeittabelle


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Leon de Winter
Place de la Bastille
Roman

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Supertex war sein erster großer Erfolg. Place de la Bastille einer seiner ersten Romane. Der niederländische Autor Leon de Winter schlägt in seinem ältesten und gleichzeitig jüngsten Werk leise Töne an. Place de la Bastille erschien unter demselben Titel bereits 1981 in den Niederlanden. Nun liegt das Buch in deutscher Übersetzung vor.

 
Philip Roth
Verschwörung gegen Amerika
Roman

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Minka Pradelski
Und da kam Frau Kugelmann
Roman

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Ruth Weiss
Der Judenweg
Roman

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Ruth Weiss erzählt die spannende Geschichte des Daniel Löw. Er ist einer der vielen armen Juden in der Zeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg. Diese Menschen leben auf der Straße und sind zum Betteln gezwungen. Viele werden in die Kriminalität gedrängt. Um dem verhassten Leibzoll zu entgehen, den jeder Jude bei Grenzüberquerungen zahlen muss, benutzen sie Judenwege. Der junge Daniel trotzt der Gesellschaft, die ihm das Menschsein abspricht, und gründet eine Diebesbande.
"Ein spannender Abenteuerroman: Ruth Weiss gelingt es, 350 Jahre zurückliegende Ereignisse gegenwartsnah zu gestalten." DIE ZEIT

 
Geraldine McCaughrean
Nicht das Ende der Welt
Ein Arche-Noah-Roman

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Laut Tora hatte Noah drei Söhne: Schem, Cham und Jafet. In dem Arche-Noah-Roman Nicht das Ende der Welt der englischen Erfolgsautorin Geraldine McCaughrean hat der Patriarch auch noch eine Tochter. Sie heißt Timna, ist 14 Jahre alt und erzählt für Gleichaltrige hautnah und schonungslos, was während der Sintflut auf der Arche wirklich los war.

 
Stefanie Zweig
Und das Glück ist anderswo
Roman

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Neun Jahre ihres Lebens hat Stefanie Zweig als jüdische Emigrantin mit ihrer Familie in Kenia gelebt. Neun Jahre, die sie so nachhaltig geprägt haben, daß sie noch heute, fast 60 Jahre später, sehr erfolgreich als Folie für ihre Romane dienen. Titel wie ... doch die Träume blieben in Afrika, Der Traum vom Paradies oder Wiedersehen in Afrika verkauften sich insgesamt mehr als sechs Millionen Mal. Caroline Links Verfilmung von Zweigs Nirgendwo in Afrika gewann 2003 den Oscar für den besten ausländischen Film.

 
Joshua Sobol
Whisky ist auch in Ordnung
Roman

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Innen Dämmerung, eine Bar. New York. Schneefall draußen. Ein fast blinder Mann (süditalienischer, syrakuser Akzent) bestellt einen doppelten Bushmills-Whisky. Der Barkeeper (israelischer Akzent) hat von dieser Sorte noch nie gehört. Der andere Gast im schwarzen Anzug (lyrischer Tenor) schimpft: „Bushmills, Bushmills hat er gesagt! Das ist die Flasche, die genau hinter dem Muskateller steht.“ Sie reden über Getränke und erklären dem jungen Barmann, wie man einen „Scotch Horse Neck“ mixt. „Schade um die Mühe“, sagt der Anzugträger verächtlich. „Dieser Junge kommt von einem Ort, wo sie süße Klopse aus zermanschtem Fisch mit Weißbrot in Wasser kochen und das menschlichen Wesen als Essen servieren.“ Dem Jungen sind solche Gerichte allerdings ebenso unbekannt wie die Getränke. Die Männer unterhalten sich weiter. Der Barkeeper, eigentlich ein Drehbuchautor, findet das Gespräch seltsam. „Mehr und mehr schien ihm dieses Gespann wie ein gefährliches Actionteam wenige Sekunden vor einer Gewalttat.“ Aber es passiert nichts. Die Gäste reden über einen Ort in Schottland, Brora, wo man einen guten Whisky bekommt und auch gute Anzüge. Der Italiener bewundert den Kaschmirzwirn des anderen und bekommt von ihm eine Adresse, gleich um die Ecke, er soll nach Winnie fragen. Als er auf die Toilette geht, verläßt der Anzugträger die Bar. Der Fastblinde, der jetzt plötzlich gut sieht, telefoniert mit seinem Freund Jadnuga und spricht Hebräisch. Er sagt, er habe in Manhattan Adonas gefunden, auch genannt Toni der Syrer – der, der damals Jonas ermordet hat. Der Barkeeper hat die Unterhaltung belauscht und notiert in ein kleines Buch unter „Scriptideen“: „Der Kaschmirmann, genannt Adonas – ein Neonazi-Antisemit. Der Blinde – ein Israeli, der sich als Italiener ausgibt. Offenbar Mossad-Agent.“ So beginnt Joshua Sobols zweiter Roman.

 
Robert Schindel
Wundwurzel
Gedichte

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Wem Sprache die einzig verläßliche Heimat ist, der liefert sich aus, vertraut sich allein der Obhut des eigenen Atems an. Diese klassische Definition des Dichters bestätigen in Robert Schindels neuem Gedichtband Wundwurzel nicht erst die sich einer festen Verortung entziehenden Lokalangaben dawo, alldahier, alldahin, von mir weg und mir zu. Zum Gradmesser seines ständigen Unterwegsseins im Dazwischen wird vor allem eine mit ungewöhnlichen Verschiebungen arbeitende Sprache. Wuchtig zwingt sie das naturhaft-geologisch Konkrete, das unmittelbar Leibhaftige mit den Abstraktionen des Intellekts, der Sinne und der Seele zum Widerspruch zusammen, konstatiert damit schon die Kluft zwischen beidem – und kommt darin zu ihrem Eigensinn. „Des Herkunftsgehüpfes Bahnungen / Girlandenes Dasein wundgewurzelt / Denn aus den Hitzetümpeln/Ins kühle Getue herauf“ (Das Herkunftsgehüpfe).

 
Reggie Nadelson
Russische Verwandte
Roman

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In Chicago macht die von Sara Paretsky ersonnene Privatdetektivin Vic Warshawski Wirtschaftskriminellen das Leben schwer. Als Amateurdetektiv ist das Alter ego von Kinky Friedman in texanischem Cowboy-Outfit im New Yorker Greenwich Village bösen Buben hinterher. Jerome Charyn läßt mit seiner Isaac-Sidel-Serie seit Jahren für Ordnung diesseits und jenseits der Lower East Side-Grenzen sorgen. Und seit 1995 schickt Reggie Nadelson ihren Cop Artie Cohen auf Verbrecherjagd. Ihr fünftes Buch – 2004 unter dem Titel Disturbed Earth erschienen, zu Deutsch Russische Verwandte – gibt Gelegenheit, den in Moskau geborenen, in Israel pubertierten und in New York desillusionierten Ermittler auch bei uns näher kennenzulernen.

 
Edgardo Cozarinsky
Die Braut aus Odessa
Erzählungen

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Die Weisheit „pater semper incertus est“ (Der Vater ist immer ungewiß) ist älter als das Römischen Recht. Dafür herrscht seit jeher Gewißheit, wer die Mutter eines Kindes ist. Wenn ausgerechnet in einer jüdischen Familie feststeht, daß die jüdische Mutter nicht die jüdische Mutter ist, dann steckt dahinter schon ein raffinierter Einfall fiktionaler Spekulation. Der 1939 in Buenos Aires als Sohn russischer Emigranten geborene Edgardo Cozarinsky läßt in der Titelerzählung Die Braut aus Odessa hinter diesem Spiel mit der Mutter eine Familiengeschichte erahnen. Zehn Kinder bekommen der jüdische Urgroßvater des Erzählers und seine Frau. Kurz vor der Auswanderung aus Rußland hatte er Rifka Bronfman geheiratet. Wir schreiben das Jahr 1890. Rifka wollte nicht mit ihm nach Argentinien auswandern, wollte erst einmal abwarten, eventuell nachkommen. Die Passagen waren bestellt und bezahlt. Im Hafen von Odessa macht der Großvater die Bekanntschaft einer orthodoxen jungen Russin, die froh ist, daß er nicht nur dasselbe will wie alle Männer. Kurzerhand fährt sie mit ihm, nimmt Billet und Papiere der in Kiew gebliebenen angetrauten Ehefrau in Anspruch, und fortan in Argentinien auch, unter deren Namen, die Rolle der jüdischen Ehefrau.

 
Gilad Atzmon
My One and Only Love


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Gilad Atzmon zählt zweifelsohne zu den großen Jazz-Saxophonisten unserer Zeit. Und schreiben tut er auch. Pamphlete gegen Gott und die Welt im Allgemeinen, gegen Coca-Cola, die Musikindustrie und Israel im Speziellen. Er macht das in den Booklets seiner CDs, jedoch auch, und hier liegt der Hase im Pfeffer, in Form von Romanen. Als politisch denkender Mensch haut der Saxophinist kräftig auf die Pauke. Leider trägt er dabei derart dick auf, daß ihm selbst die Verbündeten von Bord gehen. Der 1963 in Jerusalem geborene Atzmon übt derart scharfe Kritik an seiner Heimat, daß hartgesottene Antisemiten vor Neid erblassen.

 
Eran Katz
Der überaus großartige ultimative Nahost - Friedensplan


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„Follow the Sun to Israel!“ So lautete vor Jahren der Slogan der israelischen Tourismusindustrie. Aus dieser Werbebotschaft machten damals einige Spaßvögel rasch den Satz „Follow the Gun to Israel!“ Irgendwie scheint der Gag von einst Eran Katz inspiriert zu haben. Denn in seinem Roman geht es um einen jüdischen und einen arabischen Reiseveranstalter, die eine unkonventionelle Idee haben, um den durch Terror und Intifada darbenden Tourismus in Israel neuen Schwung zu geben. Statt auf den Spuren von Jesus Christus zu wandeln oder antike Stätten zu besichtigen, soll ein Survival-Camp inklusive Ausbildung durch israelische Armeeangehörige und palästinensische Fatah-Funktionäre zahlungskräftige Gäste ins Land locken.

 
Marcel Reich-Ranicki
Mein Leben


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Arnon Grünberg
Der Vogel ist krank
Roman

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Esther Hautzig
Die endlose Steppe


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Sibirien! Land der Verbannten, Land des Windes, der Kälte und Weite. Land der Entbehrungen. Und Land eines Mädchens von etwa zehn Jahren. Voller Lebensfreude tänzelt es neben seiner Großmutter her. Ein heißer Sommertag geht zu Ende. Großmutter und Enkeltochter sind selig, in der Tasche ein Tütchen gerösteter Sonnenblumenkerne. Sie kommen vom Markt. Sibirien!

 
Eva Menasse
Vienna
Roman

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Wo setzt man an, wenn man sich der eigenen Identität vergewissern will? Zunächst bei der eigenen Familiengeschichte.

 
Meir Shalev
Fontanelle
Roman

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Wie wurde Israel besiedelt? Das wissen wir: nach einer Wanderung. Nein, nicht die aus Ägypten und duch den Sinai ist gemeint. Die Wanderung, um die es hier geht „begann an jenem Tag, als der junge David Joffe die junge Mirjam Joffe auf den Rücken nahm“. Apupa, wie David von Mirjam genannt wird, trägt seine Frau. Sie wandern durch das Land. „Auf dem Weg westwärts nach Jaffa, zwischen Tagelöhnern und gemüsebeladenen Eseln, sagte sie ihm, sie habe Angst, die arabische Stadt zu betreten, und noch mehr fürchte sie, er, David, könnte ihretwegen sein Heldentum demonstrieren wollen. Und als sie zum Brunnen Abu Nabud kamen, der kleinen Jaffaer Fontanelle, die damals kühles Trinkwasser für die Durstigen spendete, legte sie die Hände an seine Schläfen, drückte und lenkte ihn auf den Pfad zur Rechten, anfangs an einer gekalkten, duftenden Mauer entlang, über die Mispelzweige und Palmwedel lugten, dann nordwärts durch eine kleine Wüste mit niedrigen Sträuchern und gelben Hügeln.“


 
Adam Green
Magazine
Englisch/Deutsch

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Vladimir Vertlib
Letzter Wunsch
Roman

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„J’he scholom rabbo min schemajo“: „Es komme hoher Friede vom Himmel“. Der Friede, den Gabriel Salzinger im Kaddisch beim Begräbnis seines Vaters Daniel herbeifleht, wird jäh gestört, als die Sekretärin der Jüdischen Gemeinde von Gigricht auf den Friedhof gerannt kommt, um die Zeremonie zu unterbrechen. Der Verstorbene, hat sie gerade anhand alter Akten herausgefunden, war nämlich kein richtiger Jude, jedenfalls nicht nach den Kriterien der Gigrichter Gemeinde. Daniel Salzingers Mutter, eine geborene Christin, war zwar 1933 aus Solidarität mit ihrem jüdischen Mann mit ihrem damals dreijährigen Sohn zum Judentum übergetreten. Doch diese Konversion hatte ein liberaler Rabbiner vorgenommen – und liberale Konversionen werden in Gigricht nicht anerkannt: „Wir sind eine toratreue Gemeinde!“

 
Imre Kertész
Literatur-Nobelpreis 2002

Roman eines Schicksallosen.


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«Ich habe nie eine ähnlich erschreckende und mir persönlich nahe gehende Schilderung von Konzentrationslagern gelesen», sagte der Sekretär der Schwedischen Akademie, Horace Engdahl, im Rundfunk über sein Leseerlebnis mit Kertész' Hauptwerk Roman eines Schicksallosen.

 

Der Kanon.
Die deutsche Literatur.

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„Kanon“ klingt das nicht altmodisch? Und herrisch und verstaubt zugleich? Jedenfalls scheint es eine Vokabel aus einer vergangenen Epoche, eine, gegen die schon unsere Väter gelegentlich meist gelangweilt protestierten. Kurz: ein alter Zopf. Wirklich? Richtig ist: Ein Kanon für die Literatur ist kein Gesetzbuch und keine Vorschrift; jeder kann und soll lesen, was er will. Doch brauchen wir nicht, angesichts der wachsenden Bücherflut, auch und gerade in unserem dritten Jahrtausend eine Auswahl der literarischen Werke, die zum kulturellen Bestand gehören?