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Walter Homolka
Leo Baeck
Jüdisches Denken - Perspektiven für heute

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Dirk Vogel und Naomi Bodemann-Ostow
Augenblicke
Portraits von Juden in Deutschland.
Foto-Bildband


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Warum leben Juden heute in Deutschland? Was empfinden sie für dieses Land? Inwiefern fühlen sie sich als Juden?
Dem Photographen Dirk Vogel und der Journalistin Naomi Bodemann-Ostow begegneten sehr vielfältige Antworten.

 
Dan Diner
Versiegelte Zeit
Über den Stillstand in der islamischen Welt

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Laut zu sagen, daß die islamische Welt in so gut wie jeder Beziehung hinter dem Westen zurückgeblieben ist, kann in manchen Vierteln westeuropäischer Großstädte erhebliche physische Konsequenzen nach sich ziehen, bis hin zum Tod. Dabei ist es schwarz auf weiß für jeden nachzulesen: Der im Auftrag der Vereinten Nationen erstmals im Jahre 2002 veröffentlichte „Arab Human Development Report“ belegt anhand nüchterner Statistiken, daß die Länder der islamischen Welt durch gewaltige Defizite in Sachen politischer Freiheiten und Menschenrechte in ihrer wirtschaftlichen, technologischen und kulturellen Entwicklung weitestgehend blockiert sind. Soweit die Fakten. Doch was sind die Gründe für diesen verhinderten Anschluß an die Moderne?

 
Hanjo Kesting
Ein bunter Flecken am Kaftan
Essays zur deutsch - jüdischen Literatur.

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Die Wiener Philharmoniker spielten unter Seiji Ozawa das Finale von Wagners Liebestod. Die Solistin war Jessye Norman. Unter den Zuhörern bei den Salzburger Festspielen 2001 saß Imre Kertész: „Ein japanischer Dirigent und eine schwarze Sängerin lassen des großen deutschen Rassehüters Werk erklingen ... das ... einen ungarischsprachigen jüdischen Schriftsteller des Holocaust zu Tränen rührt.“ So zitiert Hanjo Kesting den Literaturnobelpreisträger von 2003 in seiner Essaysammlung zur deutsch-jüdischen Literatur Ein bunter Flecken am Kaftan.

 
Jan Eckel
Hans Rothfels
Eine intellektuelle Biographie im 20. Jahrhundert

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Obwohl sein Werk nicht zu den bedeutenden Leistungen deutscher Historiker im 20. Jahrhundert zählt, erfreut sich kaum ein Zunftkollege solcher Aufmerksamkeit wie der 1891 in Kassel geborene und 1976 in Tübingen verstorbene Hans Rothfels. Der geborene Jude trat 1910 zum Protestantismus über, erlitt als Leutnant schwere Verwundungen im Ersten Weltkrieg und wurde 1926 Professor in Königsberg. Dort trieb er die „Volksgeschichte“ voran und entwarf Konzepte zur „Ordnung des Ostraumes“. 1935 entlassen, ohne seine wissenschaftliche Tätigkeit ganz aufgeben zu müssen, emigrierte Rothfels 1939 erst nach England und dann in die USA. 1951 kehrte er zurück und wurde Ordinarius in Tübingen. Im Gepäck hatte er sein im Exil verfaßtes, in der jungen Bundesrepublik als „Befreiung“ empfundenes Buch Die Deutsche Opposition gegen Hitler. Deutschland, schrieb Rothfels dort, sei ab 1933 ein „besetztes Land“ gewesen, dessen eigene „Opfer“ in Buchenwald, Oranienburg oder Da- chau verschwiegen würden. Wer genau „Opfer“ war und warum blieb unklar. Ansonsten war nur nebulös von den Lagern und Geschehnissen in „Polen und Rußland“ die Rede. Kritiker der Deutschen, wie Hannah Arendt, wurden des „Pharisäertums“ bezichtigt. Den Nazismus ordnete Rothfels „dunklen Kräften“zu, die letztlich jede Zivilisation heimsuchen könnten.

 
Hans-Jürgen Döscher
Seilschaften
Die verdrängte Vergangenheit des Auswärtigen Amts

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Sie nennen sich „Mumien“, sind aber noch recht gut beieinander. Vor allem halten sie zusammen, die ehemaligen Herren Staatssekretäre, Botschafter, Generalkonsuln und sonstigen Beamten des höheren Dienstes im Auswärtigen Amt. Eine verschworene Gesellschaft, komme, was da wolle. Und wehe, irgendjemand wagt es, die Ehre eines der ihren in Frage zu stellen. Dann werden die Politrentner richtig sauer. Anfang des Jahres, auf dem Höhepunkt der „Visa-Affäre“, traf der Zorn der Mumien den damaligen Außenminister Joschka Fischer. Der hatte es gewagt, einem ihrer verstorbenen Freunde das bis 2004 übliche „ehrende Andenken“ im amtsinternen Mitteilungsblatt zu verweigern. Ein ungeheuerlicher Vorgang, fanden 128 ehemalige Diplomaten und suchten ganz undiplomatisch die Öffentlichkeit. Sie schalteten am 9. Februar in der FAZ eine privat finanzierte Anzeige: „In memoriam Franz Krapf. Freunde, Kollegen und Mitarbeiter bewahren ihm ein ehrendes Angedenken.“ Botschafter a. D. Franz Krapf, geboren 1911 in München, Mitglied der NSDAP, SS-Untersturmführer im Hauptamt des SD, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Reichssicherheitshauptamtes, nach erfolgreicher Entnazifizierung Karriere im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland.

 
J. Hellmut Freund
Vor dem Zitronenbaum
Autobiographische Abschweifungen eines Zurückgekehrten

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Zitronenbäume unterscheiden sich von den meisten in Deutschland heimischen Gewächsen dadurch, daß sie gleichzeitig blühen und Früchte tragen können. Ein Exemplar der Gattung stand im Innenhof des Hauses in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, wo J. Hellmut Freunds Familie vor den Nazis Zuflucht gefunden hatte. Der für Freunds Memoiren titelgebende Zitronenbaum mit seinen kräftigen Farbkontrasten von Dunkelgrün und Leuchtendgelb hatte für den langjährigen Lektor des Frankfurter S. Fischer Verlags eine doppelte symbolische Bedeutung: Er veranschaulichte die schönen Seiten des dennoch schmerzlichen Exils. Später, als Freund nach Deutschland zurückgekehrt war, stand der Baum mit seinen Blüten und Früchten als Sinnbild des Miteinanders der Zeiten und Epochen in der individuellen Erinnerung.

 
Hermann Simon
Jüdisches Berlin
Kultur-Karte

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"Wenn Du nach Berlin reinkommst, gleich links." So erklärte der jüdische Maler Max Liebermann Gästen den Weg zu seinem Haus. Manch einer der potenziellen Besucher hätte sich nach einer solchen Beschreibung wohl einen Stadtplan zur genaueren Orientierung gewünscht. Heute ist das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und inzwischen rekonstruierte Gebäude direkt am Brandenburger Tor nicht mehr zu verfehlen - zumindest für diejenigen, die mit der Karte "Jüdische Stätten in Berlin" ausgerüstet sind.

 
Laurence Rees
Auschwitz
Geschichte eines Verbrechens

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Tom Segev
Es war einmal ein Palästina
Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels

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Warum, so fragt der israelische Historiker und Journalist Tom Segev, ließen sich die Briten auf das Abenteuer Palästina ein? Der finanzielle Aufwand, um die Herrschaft über das Land aufrechtzuerhalten war enorm, der strategische Nutzen ziemlich gering. Trotzdem wehte der Union Jack mehr als dreißig Jahre über Jerusalem.

 
Jürgen Neffe
Einstein
Eine Biographie

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Armer Einstein. In seinem Jubiläumsjahr muß er für alles Mögliche und Unmögliche herhalten. Kaum einer, der sich nicht am Monument des Jahrhundertgelehrten zu schaffen macht, um sich reichlich zu bedienen. Hauptsache, ein klitzekleiner Strahl der Lichtgestalt fällt auf einen selbst oder auf ein noch so abseitiges Projekt.

 
Götz Aly
Hitlers Volksstaat
Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus.

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Wenn es um die Erklärung der Schoa geht, liebt man in Deutschland wolkige Phrasen. „Auschwitz ist letztlich unverstehbar“, hieß es etwa in der ZEIT zum sechzigsten Jahrestag der Befreiung des Lagers. Der Holocaust wird aus dem Bereich menschlichen Handelns in die Sphäre der Metaphysik entrückt. Letztlich ist keiner schuld.

 
Alan M. Dershowitz
Plädoyer für Israel
Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen

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Israel steht vor Gericht. Seit Jahren wird dem jüdischen Staat der Prozeß gemacht, kurzer Prozeß vor der Weltöffentlichkeit, die vorverurteilt statt zu urteilen, und mit einer Liste von Anklagen, die weltweit ihresgleichen sucht. Israel, ein imperialistischer und rassistischer Kolonialstaat, der ungesetzlich tötet, internationales Recht ignoriert und bricht, die Menschenrechte mit Füßen tritt, den Palästinensern einen Staat verweigert, Land raubt und jeden als Antisemiten verunglimpft, der diese Ungeheuerlichkeiten kritisiert. Richter gibt es viele in diesem Fall, Ankläger erst recht. Nun meldet sich, nicht zum ersten Mal, einer der bekanntesten Juristen der USA zu Wort, als Anwalt des „Juden unter den Staaten“. „Die Zeit für eine Verteidigung Israels vor dem Tribunal der öffentlichen Meinung ist überreif“, schreibt Alan M. Dershowitz, Rechtsprofessor an der Harvard School of Law, in der Einleitung zu seinem Plädoyer für Israel.

 
Bob Dylan
Chronicles
Autobiografie - Die 60er Jahre

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Bob Dylan räumt auf mit Mythen und Legenden, die sich um sein Leben ranken. Das jedenfalls verspricht sein Verlag. Etliche nichtautorisierte Biographien über Dylan gibt es, von denen einige eher zur Verwirrung beitrugen als zur Aufklärung über den vermutlich einflußreichsten und zugleich geheimnisvollsten Songschreiber des zwanzigsten Jahrhunderts. Nun sind auch auf Deutsch Memoiren aus der Feder des Meisters höchstselbst erschienen. Doch bei aller Aufräumarbeit – so manches Dylan-Rätsel bleibt ungelöst.

 
Gabriele Mandel
Gezeichnete Schöpfung
Das hebräische Alphabet - Ausdruck des universalen Mysteriums

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Miriam Gillis-Carlebach
»Tastet Meine Messiasse nicht an - das sind meine Schulkinder.«
Joseph Carlebachs jüdische Erziehungslehre

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„Jude sein heißt also, in eine geschichtliche Ausnahmestellung gestellt sein und sie als gottgewollt bejahen.“ Joseph Carlebachs Äußerungen sind klar. Das tut gut. Er war ein Fels, er hatte Charisma und er hatte Erfolg in seiner überschaubaren Welt. Es war eine rein jüdische Welt mitten in Deutschland, die es gab, gar nicht so lange her, nach der man sich sehnen mag und dann doch wieder nicht.

 

Ludwig Börne
Deutscher, Jude, Demokrat

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Kein Werk über den Schriftsteller und Journalisten Ludwig Börne kommt scheinbar ohne seinen ewigen Kontrahenten Heinrich Heine aus, dessen Denkschrift von 1840 dem Frankfurter Juden einen literaturhistorischen Nachruf erster Klasse beschert hat. Auch die dreizehn Wissenschaftler, die Börne anläßlich eines Symposiums zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem 2001 von vier unterschiedlichen Seiten umstellt haben, sparen nicht seinen langjährigen Weggefährten und späteren Widersacher aus. Die Themenkomplexe deutsch-jüdische Identität, Paris als Wahlheimat, die Existenz als Theaterkritiker und das literarische Duell der beiden Deutsch-Juden Börne und Heine reflektieren den aktuellen Stand der Wissenschaft.