Else Lasker-Schüler
Werke und Briefe.
Prosa.
Das Hebräerland.




 
Erich Fried
Es ist was es ist
Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte



 
Etgar Keret
Mond im Sonderangebot
33 Short Stories

„Dieser Staat ist das Schwarze unter den Fingernägeln der westlichen Welt“, sinniert Etgar Keret über Israel und kümmert sich um die literarische Maniküre seiner Heimat. Das Schwarze unter den Fingernägeln hervorzukratzen, den Schmutz des israelischen Alltags ans Licht zu ziehen, hat den inzwischen sechsunddreißigjährigen Schriftsteller seit jeher fasziniert. Dabei ist Keret kein politischer Autor, die Politik ist für ihn nicht die einzige schmutzige Wäsche in Israel. „Schmutzige Wäsche“, so heißt eine der kürzesten Geschichten seiner dreiunddreißig neuen Short Stories. Sie skizziert auf nur zwei Seiten eine schwierige Vater- Sohn-Beziehung mit allem, was für Keret dazugehört: ein Toter, Schuldgefühle, Sarkasmus und „etwas Warmes, Klebriges“ – in diesem Fall Blut.



 
Franz Kafka
Die Verwandlung
Reprint der Erstausgabe



 
Jehuda Amichai
Wie schön sind deine Zelte, Jakob.
Gedichte



 
Heinrich Heine
Der Rabbi von Bacherach.



 
Harry Mulisch
Siegfried.
Eine schwarze Idylle.

Schon auf den ersten Seiten von Harry Mulischs neuem Roman, seinem dreizehnten, merkt man, daß hier große Literatur gelungen ist. Mit Eleganz, Witz und Präzision schildert der niederländische Autor die Ankunft des Dichterfürsten Rudolf Herter in Wien, der dort aus seinem Bestseller "Die Erfindung der Liebe" lesen soll.



 
Heinrich Heine
Und grüß mich nicht unter den Linden
Heine-Gedichte. ( Tb)
Kommentiert von: Elke Schmitter


So umstritten die Heinerezeption im heutigen Deutschland, so vielschichtig ist das Werk des 1797 in Düsseldorf und 1856 in Paris gestorbenen Dichters, der sich selbst gerne als einer der "ersten Männer des Jahrhunderts" bezeichnete und seinen Geburtstag entsprechend umdatierte.



 
Philip Roth
Der menschliche Makel

„Das späte Abenteuer der Gefühle,“ zitiert Philip Roth aus Thomas Manns Tod in Venedig, ähnele dem Rausch eines letzten Abenteuers. Und so gerät der Professor für klassische Literatur Coleman Silk, am Abend seines irdischen Daseins in die Topographie eines fiktionalen Irrsinns, in dem Lüge, Ehrgeiz, Betrug, Verleumdung, Mord und Grausamkeit die natürlichen Beigaben darstellen.



 
Paul Celan
Gesammelte Werke in sieben Bänden



 
Anna Seghers
Das siebte Kreuz
Roman

Aus sieben gekuppten Platanen wurden im Konzentrationslager Westhofen Folterkreuze für sieben geflohene Häftlinge vorbereitet. Sechs der Männer müssen ihren Fluchtversuch mit dem Leben bezahlen. Das siebte Kreuz aber bleibt frei.
Anna Seghers arbeitete 1937-1939 in ihrem Pariser Exil an diesem Roman, durch den sie weltberühmt wurde. 1942 erschien er in Boston in englischer Sprache, in Mexiko in deutscher Sprache. Die erste Buchausgabe in Deutschland kam 1946 im Berliner Aufbau-Verlag heraus.



 
Antoine de Saint-Exupéry
Der kleyner prints

Le petit Prince fun dem frantsoyzishn shrayber Antoine de Saint Exupery iz dershinen do in Daytshland in a yidishe iberzetsung untern nomen Der Kleyner Prints. Shloyme Lerman fun Yerushalaym, hot ibergezetst dem Kleynem Prints un in dem hobn im geholfn tsvey profesorn fun yidish: Dr. Neuberg fun der Universitet fun Trier un Dr. Niborski fun der Universitet fun Paris. Dos hot farzikhert az der nayer Kleyner Prints zol zayn geshribn loyt ale takones (gramatikale klolim) fun YIWO, say in di teyl fun dem hebreyishn alef-beys un say in di teyl fun di latinizirte transkriptsye. Azoy arum iz gevorn der bukh a pasndiker hilfs-tekst tsu lernen di yidishe shprakh far di ale vos kenen nisht azoy gut dem alef-beys. Dod bikhl iz gedrukt mit di originale farbike tseykhenungen funem mekhaber, in a luxus oysgabe. Deriber iz es a fayner geshank far di ale vos libn yidish un libn dem Kleynem Prints. A bukh fun filozofye ayngehilt in a kostyum fun a kinder-legende.



 
Bruno Schulz
Gesammelte Werke in zwei Bänden.
Die Zimtläden und alle anderen Erzählungen / Die Wirklichkeit ist Schaten des Wortes.

Hrsg. von Mikolaj Dutsch, Jerzy Ficowski



 
Carole L. Glickfeld
Harzwej
Roman

Das TIME Magazine hat Carole Glickfelds Harzwej als eine Geschichte über die Ankunft von Emigrantengenerationen in Amerika und die Kluft zwischen realer Landung und seelischem Heimischwerden beschrieben. Davon kann keine Rede sein.



 
Chaim Potok
Novembernächte. Die Geschichte der Familie Slepak.



 
Yoram Kaniuk
Die Queen, ihr Liebhaber und ich
Roman

Nathan Jisraeli traut seinen Ohren kaum, als sein Telefon klingelt. Die Frau am anderen Ende der Leitung behauptet, die Königin von England zu sein. Und sie hat ein sehr wichtiges persönliches Anliegen: Jisraeli soll ihr helfen, einen Mann zu finden, der früher einmal ihr heimlicher Liebhaber war und den sie vor Jahrzehnten aus den Augen verloren hat. „Schon seit einem Jahr versuche ich, Sie zu erreichen, und es war nicht einfach.“ Bei einer so delikaten Angelegenheit konnte sie natürlich nicht den britischen Botschafter in Israel einschalten. Aber da heute selbst gekrönte Häupter das Internet benutzen, schaffte es die Queen mit Google, Jisraeli, einen ausgewiesenen Fachmann für die Geschichte des britischen Judentums im Mittelalter, ausfindig zu machen.



 
Brider Grimm
Oysgeklibene Mayses
Yidish



 
Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz



 
Alejandra Pizarnik
Cenizas. Asche, Asche.

Das Schreiben ein „Fluch“, alle Poesie „nur Fragmente“ - so hat Alejandra Pizarnik selbst ihr Schaffen bezeichnet, und damit auch ihr Leben gemeint, von dem sie einmal sagte, es existiere nicht. Die Empfindung, im permanenten Exil zu leben, bildet das Leitmotiv ihrer Gedichte und poetischen Prosastücke, aber auch ihres kurzen Lebens.



 
Jehoschua Kenaz
Landschaft mit drei Bäumen
Zwei israelische Novellen

In der ersten Novelle ist Krieg, in der zweiten auch. Ist immer noch Krieg? Lebt Israel immer im Krieg? In Jehoschua Kenaz’ neuem Buch scheint es so. Krieg herrscht bei ihm auch in den kleinen Familien, in den Häusern, in denen man zusammengepfercht leben muß, alles hört, alles mitkriegt, wo man, wenn es brennt, gleich an einen Anschlag denkt und Geld von der Regierung erhofft, selbst wenn es ein Unfall war. Ein optimistischer Mensch kann dieser Kenaz nicht sein, der das Leben so beschreibt, die Nachricht gibt (damit hat das Wort Novelle zu tun) aus einem fernen Land in einer fernen Zeit.



 
Batya Gur
Stein für Stein
Roman
Aus dem Hebräischen von Vera Loos und Naomi Nir-Bleimling




 
Otto Weiss
Und Gott sah, daß es schlecht war.
Erzählung aus Theresienstadt.

Wo war Gott während der Schoa?, lautet eine beliebte vulgärtheologische Frage. Die Antwort liefert jetzt eine kleine Novelle: ER war Häftling in Theresienstadt.



 
Michal Glowinski
Eine Madeleine aus Schwarzbrot
(Originaltitel: Magdalenka z razowego chleba).

Als der Erzähler eine Madeleine, ein muschelförmiges Gebäck aus Sandteig, in einen Löffel Lindenblütentee taucht, steigen mit dem Duft plötzlich Erinnerungen auf an eine Kindheit und Jugend, die er beschreibt und die Marcel Proust berühmt machen wird, unter dem schönen, für vieles zitierbaren Titel Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Die Madeleine ist berühmt geworden (auch wenn sie so gut meist gar nicht schmeckt), dabei hatte Proust zunächst ein ganz ordinäres Stück geröstetes Brot in einer Tasse Tee aufgeweicht. Erst später hat er das Szenario etwas preziöser gestaltet.



 
Erich Hackl
Die Hochzeit von Auschwitz.
Eine Begebenheit.

Der Buchtitel Die Hochzeit von Auschwitz erinnert gewollt oder ungewollt an den Duktus der Boulevardpresse. „Trauung in der Nazi-Hölle“ oder „Vermählung im KZ“ hätten sich vielleicht auch angeboten.



 
Yoram Kaniuk
Das Glück im Exil



 
Judith Katzir
Leuchttürme, landeinwärts.
Roman

Begonnen hat die schriftstellerische Karriere der 1963 in Tel Aviv geborenen Judith Katzir mit einem Erzählband. Das war vor über zehn Jahren. Sie hatte gerade mit einer Geschichte einen Wettbewerb gewonnen, und die Verlage wollten mehr von ihr sehen. Da war aber nicht mehr. "Also machte ich einen Vertrag und schrieb drei weitere Geschichten," erzählt die Autorin. In die großen Feuilletons der deutschen Zeitungen schaffte sie es einige Jahre später, 1997/98, mit dem Roman Matisse hat die Sonne im Bauch. Die deutschen Kritiker waren begeistert.
Leuchttürme, landeinwärts heißt Katzirs neues, jetzt auf Deutsch erschienenes Buch, ein Erzählband mit drei Geschichten.



 
Friedrich Torberg
Künstler, Käuze, Zwetschgenröster
Das Beste für Anfänger und Fortgeschrittene

Einem breiteren Publikum ist Friedrich Torberg (1908-1979) vor allem als Verfasser der Tante Jolesch und des Nachfolgebandes Die Erben der Tante Jolesch bekannt geworden, jener wunderbaren Anekdotensammlungen aus dem prä-Hitlerschen Prag und Wien. Aber Torberg war mehr als ein genialer Geschichtenerzähler.



 
Robert Schindel
Kassandra



 
Abraham B. Jehoschua
Die befreite Braut
Roman

Eigentlich haßt Professor Jochanan Rivlin Hochzeiten wie die Pest. Trotzdem fährt er in das an Israels Nordgrenze gelegene arabische Dorf al-Mansura, um bei der Trauung seiner arabischen Stu- dentin Samaher mit dabei zu sein. Schließlich könnte sonst der Vorwurf entstehen, daß er seinen arabischen Studenten nicht die gleiche Achtung entgegenbrächte wie seinen jüdischen. Doch obwohl sich die Gastgeber alle Mühe machen und die Feier harmonisch verläuft, kippt Rivlins Stimmung. Denn prompt werden durch die Hochzeit Erinnerungen an die Scheidung seines Sohnes Ofer wach, deren Ursachen selbst nach über fünf Jahren immer noch im Dunkeln liegen.



 
Abraham B. Jehoschua
Die Reise ins Jahr Tausend
Roman

Israels großer Geschichtenerzähler Abraham B. Jehoschua entführt seine Leser in das mittelalterliche Europa vor der Jahrtausendwende. Ben Atar, ebenso reicher wie sinnenfroher jüdischer Kaufmann aus Tanger, muß die Frau seines Neffen, die schöne Esther aus dem strengen Norden, vom Glück der Bigamie überzeugen.



 
Binnie Kirshenbaum
Entscheidungen in einem Fall von Liebe
Roman

Binnie Kirshenbaum ist Anfang vierzig, New Yorkerin, und schreibt über Frauen, jüdische Frauen vor allem. Das tut sie witzig und mit einem guten Schuß Sarkasmus. So auch in ihrem neuen Buch: Die junge jüdische Historikerin Hester aus New York verliebt sich in München in den wesentlich älteren deutschen Geschichtsprofessor Heinrich. Es geht um Eros und Geschichte, Liebe und Schoa, eine Beziehung zwischen Jung und Alt, zwischen Opfertochter und Tätersohn. Harald Loch hat mit der Autorin gesprochen.



 
Bob Dylan
Eleven Outlined Epitaphs
Elf Entwürfe für meinen Grabspruch
Ins Deutsche gebracht von Wolf Biermann




 
Edgar Hilsenrath
Fuck America.
Bronskys Geständnis

Roman

Als 1978 Edgar Hilsenraths Roman Nacht erschien, war die Empörung groß. „So kann man Juden nicht darstellen“, lautete der sich philosemitisch gebende Tenor der Kritik. Statt als edle Opfer hatte der jüdische Autor KZ-Insassen als triebbesessen und abstoßend gezeichnet. Der Vertrieb des Romans wurde schnell gestoppt, Hilsenrath zur Persona non grata im bundesdeutschen Literaturbetrieb. Dabei hatte er doch nur beschrieben, wenn auch satirisch überzogen, was die Nazis geschaffen hatten: Juden, auf reine Animalität reduziert.





weitere belletristische Bücher